Aktuelles von den Rodenbacher Störchen

Langenselbolder Feuerwehr unterstützt Vogelschutzverein bei der Rettung dreier Jungstörche

Die  Feuerwehr  Langenselbold  unterstützte  den  Rodenbacher  Vogelschutzverein  am Samstagabend  bei  der  Rettung  dreier  Jungstörche,  nachdem  deren  Mutter  von  einem Fahrzeug erfasst wurde. Mit der Drehleiter gelang es, die Störche aus ihrem Nest zu holen und einer Aufzuchtstation zuzuführen.
Über  die  stets  zunehmende  Storchenpopulation  in  den  Kinzigauen,  verbunden  mit  der Tatsache, dass der Meister Adebar mittlerweile wieder zum gewohnten Landschaftsbild dazugehört,  freuen  sich  sicherlich  viele  Spaziergänger  rund  um  Langenselbold  und Rodenbach.  Damit  das  auch  so  bleibt,  wird  seitens  des  Vogel-  und  Naturschutzvereins Rodenbach (VNR) viel Arbeit und Zeit investiert. Die Vögel werden beringt, um sie ihren Nestern zuordnen zu können, die Populationen werden ständig überwacht und Nistplätze gebaut. Nachdem in der vergangenen Woche ein Storchenweibchen auf der Autobahn mit einem Fahrzeug  kollidierte  und  dabei  tödlich  verletzt  wurde,  konnte  über  den  Ring  des  Tiers herausgefunden  werden,  dass  der  Storch  drei  Jungtiere  in  einem  Nest  nördlich  von Rodenbach  aufzog.  Damit  die  Jungstörche  nun  nicht  verenden,  weil  sie  nicht  mehr ernährt  werden  können,  nahm  der  VNR  am  Samstagnachmittag  Kontakt  zur  Feuerwehr Langenselbold auf und bat um Unterstützung mit der Drehleiter.
Gemeinsam  gelang  es  dann  am  frühen  Samstagabend,  die  drei  Jungstörche  aus  ihrem Nest  zu  retten.  Nachdem  die  Selbolder  Floriansjünger  noch  allerhand  über  die  Störche lernen  konnten  und  Reinhard  Lukas  vom  VNR  die  Arbeit  seines  Vereins  kurz  darlegte, wurden  die  drei  Vögel  zu  einer  Vogelaufzuchtstation  gebracht.  Für  die  Feuerwehr  blieb noch ein Gruppenbild als Andenken an die gefiederten Freunde, ehe der Einsatz nach gut einer Stunde beendet werden konnte.
Gemeinsame Pressemitteilung der Feuerwehr Langenselbold und des Vogel- und
Naturschutzverein Rodenbach e.V. vom 26.05.2018

Drei Jungstörche vom Rodenbacher Wehrturm gerettet.

Vor über 4 Jahren wurde der Rodenbacher Wehrturm von den Störchen nach mehr als fünfzig Jahren wieder besiedelt. In den letzten 4 Jahren haben die Wehrturmstörche 12 Jungtiere großgezogen. Auch in diesem Jahr fand sich das Paar, rechtzeitig aus dem Winterquartier kommend, wieder auf dem Wehrturm ein. Fleißig wurde der Horst für die neue Brutsaison von den Störchen hergerichtet und schon bald wurde das Gelege bebrütet. Inzwischen sind 3 Jungtiere geschlüpft und etwa 3 Wochen alt.

Ein aufmerksamer Nachbar berichtete uns am Samstag (19.05.), dass zurzeit nur ein Altvogel anwesend sei und der laufende Futterwechsel nicht stattfinde. Nur ein paar Stunden später informierte uns die Polizei, dass an der Autobahn ein verletzter Storch geborgen wurde und in die Wildtierstation Maintal gebracht wurde. Am Sonntag (20.5.) traf uns dann die traurige Nachricht, dass der Storch eingeschläfert werden musste, die Verletzungen waren zu stark.  Die Ringnummer brachte dann die Gewissheit, es war das vermisste Storchenmännchen vom Wehrturm.

Nun musste gehandelt werden. Im Alter von etwa 3 Wochen sind die Jungstörche noch auf viel Pflege angewiesen. Laufende Fütterung, Horstsicherung, vor Witterungseinflüssen schützen  etc. sind bis über die 6. Woche hinaus wichtig. Ein einzelner Elternstorch wird das nicht schaffen. Die Jungtiere sollten den Ausfall eines Elternteils überleben, das lag uns sehr am Herzen. Um das zu erreichen, mussten die Tiere aus dem Nest geborgen werden.

Über die Pfingsttage hat der Vogel- und Naturschutzverein Rodenbach e. V. (VNR) dann die Bergung der Jungtiere organisiert. Am Pfingstdienstag um 11 Uhr war es dann soweit. Herr Kirst von der Landschaftspflege Kirst aus Sinntal ist extra aus dem Spessart mit einem Hubsteiger angereist. Die drei kleinen Störche wurden damit vorsichtig vom Wehrturm geborgen. Maßgeblichen Anteil bei der Organisation dieser Maßnahme hatte auch Bürgermeister Klaus Schejna, er war bei der Bergung anwesend. Unser herzlicher Dank geht auch an Familie Fischer, die es uns ermöglichte über ihr Grundstück an den Wehrturm heranzukommen.

Die Jungstörche befinden sich jetzt in einer Wildtierpflegestation und werden vernünftig versorgt. Sobald sie ausgewachsen sind und sich auch selbstständig ernähren können werden die Tiere ausgewildert. Wir hoffen, dass der verbliebene Altvogel über den Verlust seiner Storchenkinder gut hinwegkommt. Zurzeit steht er sehr traurig auf seinem Nest.

 

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Vor der Bergung
In die Höhe
Das Nest mit Jungnstörchen
Bergung
gerettete Jungstörche
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 2018 - Ereignisreiches Storchenjahr in Rodenbach

Die Naturschützer von VNR und NABU Rodenbach zählten in diesem Jahr  zehn Storchenbruten in Rodenbach. Auf kleinstem Raum zwischen dem Rodenbach und kleinem Pappelwäldchen befinden sich allein 6 Storchennester. Von diesen sechs Brutversuchen waren 5 erfolgreich; die Brut im diesjährigen neuen Nest im Pappelwäldchen blieb erfolglos.
Leider gab es bei den Störchen in diesem Jahr auch Verluste zu beklagen. Über Pfingsten wurde das Storchenmännchen vom Wehrturm an der Autobahn schwer verletzt geborgen und musste später eingeschläfert werden. Die 3 Jungtiere auf dem Wehrturm wurden zur Sicherung geborgen und zu einer Pflegestation gebracht. Das verbliebene Weibchen hat sich lt. Nachbarn schnell mit neuem Partner getröstet bzw. wurde nach anderen Angaben vom Nest durch ein anderes Storchenpaar verdrängt.
Bereits ein paar Tage später ereilte uns die nächste Hiobsbotschaft. Das Weibchen eines Baumhorstes wurde an der Autobahn tödlich verletzt gefunden. Über die Ringnummer konnte der betreffende Baumhorst ausfindig gemacht werden, auch hier befanden sich 3 Jungtiere im Nest. Die Langenselbolder Feuerwehr sicherte schnell ihre Unterstützung zu und über die Drehleiter der Wehr konnten die jungen Störche sicher geborgen werden. Anschließend folgte sie ihren Artgenossen in die Pflegestation. Von dort wurden sie inzwischen ausgewildert.DSCF7001
Über die Straßenbauverwaltung sind wir bemüht an diesem Autobahnabschnitt durch Anpflanzungen die Überflughöhe für die Vögel zu optimieren.
Insgesamt wurden in Rodenbach in diesem Jahr bei 9 von 10 Storchenbruten 23 Jungtiere registriert. Aus 4 Nestern sind jeweils 3 Jungstörche ausgeflogen, aus weiteren 2 Horsten wurden 6 Jungtiere geborgen, beringt und zur Pflege gegeben. In zwei Storchennestern sind je 2 junge Störche ins Leben gestartet und in einem Nest ist 1 Jungstorch groß geworden.DSCF7006
Von den fünf Baumnestern ist im Laufe des Sommers (nachdem die Jungtiere flügge waren) eine Pappel mit Storchenhorst umgefallen. Die Baumwahl war wohl schlecht, der Pappelstumpf war bis zur Wurzel morsch und von Pilzen befallen. Das betroffene Storchenpaar muss im nächsten Jahr erneut auf Wohnungssuche gehen. Wir wünschen viel Erfolg dabei.
Baumbruten der Störche sind besonders anfällig für Attacken des Waschbären. In Erlensee wurde schon zum 2. mal die fast fertige Baumbrut durch den Waschbären vernichtet. Wir haben deshalb in Rodenbach um die betroffenen Pappeln einen Kletterschutz zur Abwehr des Waschbären angelegt.
Wir wünschen unseren Rodenbacher Störche eine gute und erfolgreiche Winterzeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2019.

Storch auf dem Dach RoSenTreff
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Fliegen unsere Vögel im Frühjar wieder?
03. April 2019
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Vogelstimmen- wanderung
01. Mai 2019
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